Künstler:innen

Below the Skin ist eine Tanzkompanie, die Aly Khamees und Jelena Mair 2019 gegründet haben. Aly leitet die Kompanie künstlerisch und choreografiert, Jelena verantwortet Konzept und Produktion. Die Stücke von Below the Skin greifen Tanztraditionen verschiedener Kulturen auf und fragen, was Menschen über Grenzen hinweg verbindet. Sie entstehen gemeinsam mit den Tänzer:innen, die ihre eigenen Geschichten einbringen.

Am Tanzhaus Zürich zeigte Aly 2023 das Solo Naslah, inspiriert vom ägyptischen Strassentanz mit Messern. 2024 folgte Empty City über die Totenstadt von Kairo, in der Lebende und Tote zusammenwohnen.

Mit Rhythm of Reverence eröffnete die Kompanie im September 2026 die Saison. Das Stück entstand aus offenen Workshops. Neun weiblich identifizierte Performerinnen, professionelle Tänzerinnen und Workshop-Teilnehmerinnen, fragen darin, was von alten Ritualen bleibt.

Aly Khamees und Jelena Mair sind Kompliz:innen am Tanzhaus Zürich. Aly leitet dort regelmässig offene Workshops für alle ab 17 Jahren, Vorkenntnisse braucht es keine. Was dabei entsteht, fliesst in kommende Produktionen der Kompanie ein.

Eine Person in weitem beigem Hemd tanzt mit gesenktem Kopf auf einer dunklen, spiegelnden Bühne, das Gesicht mit dunklen Linien bemalt.© Maria Cheilopoulou

Charlotte Mathiessen ist Performerin, Choreografin und Dramaturgin. In ihrer Arbeit verwebt sie feministische Praxis, dramaturgisches Denken und künstlerisches Schaffen. Neugier, Lust und Wut treiben ihre Prozesse an. Charlotte studierte zeitgenössischen Tanz an der Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten und arbeitete danach mehrere Jahre als Performerin und Choreografin. 2020 kehrte sie nach Zürich zurück und schloss den Master in Dramaturgie an der Zürcher Hochschule der Künste ab.

2022 war sie Teil der Plattform Show-Off am Tanzhaus Zürich. 2023 nahm sie mit einem Stipendium von Pro Helvetia am Programm ATLAS von ImPulsTanz teil, 2024 war sie Teil von PREMIO. Ihr erstes abendfüllendes Stück night body night voice entstand mit Marquis’ McGee, Lilli Unger und Joseph Baan und hatte im Februar 2025 am Tanzhaus Zürich Premiere.

Seit 2024 leitet Charlotte zudem das Zirkusquartier Zürich mit, ein Theater für zeitgenössischen Zirkus. Charlotte ist Komplizin am Tanzhaus Zürich.

Charlotte Mathiessen tanzt in schwarzem Kapuzenpullover und roten Shorts auf einer Bühne, im Hintergrund sitzt das Publikum.© Yoshiko Kusano

Muhammed Kaltuk gründete die Company MEK 2017. Die Kompanie verbindet Hip-Hop und zeitgenössischen Tanz mit kulturellen und tänzerischen Traditionen. MEK steht für Vielfalt und hat eine klare aktivistische und künstlerische Stimme. Muhammed wurde in der Schweiz geboren und wuchs in einer konservativen türkischen Familie auf. Um sich von seiner Erziehung zu lösen, machte er sich in der Schweizer Hip-Hop-Szene einen Namen. Mit 25 begann er seine Ausbildung an der Höheren Fachschule für Zeitgenössischen und Urbanen Bühnentanz in Zürich. Dort fand er seine Arbeitsweise: Er entwickelt Material aus dem Bewegungsrepertoire der Tänzer:innen und verwebt es mit seinem eigenen Stil.

Father Politics entstand mit der Kaserne Basel und dem COLOURS International Dance Festival Stuttgart. Das Stück handelt von der Ohnmacht der Politik und tourt national und international. Am Theater St. Gallen, am Luzerner Theater und am Theater Basel setzte Muhammed Zeichen zu toxischer Männlichkeit, Herkunft und Territorien. Im Mai 2027 zeigt MEK eine neue Produktion in der Kaserne Basel. Muhammed Kaltuk und die Company MEK sind Kompliz:innen am Tanzhaus Zürich.

Porträt von Muhammed Kaltuk mit Bart und kurzen Haaren, die Arme auf eine Stuhllehne gestützt, in einem dunklen Theatersaal.© Muriel Florence Rieben

Cosima Grand ist Choreografin und Tänzerin. Sie interessiert sich vor allem für das empathische Potenzial von Tanz. Sie untersucht, wie Menschen über Bewegungen und Körperempfindungen miteinander in Resonanz treten. Dafür hat sie eine Körperpraxis aus schaukelnden und zitternden Bewegungen entwickelt, die auch die Stimme einbezieht.

Cosima absolvierte ihre Tanzausbildung am CNDC d’Angers und war Mitglied der Cie Marchepied in Lausanne. In Genf schloss sie einen Bachelor in mehrsprachiger Kommunikation ab, in Bern studierte sie Theaterwissenschaft und Soziolinguistik. Zu ihren Stücken gehören CTRL-V (EP) (2. Preis PREMIO 2015), Restless Beings (2020) und things veer (2023). 2015 erhielt sie den Kulturförderpreis des Kantons Wallis, 2020 eine kulturelle Auszeichnung der Stadt Zürich und 2026 einen Schweizer Preis Darstellende Künste.

Seit Langem beschäftigt sich Cosima mit dem Thema Zeit. In ihrem Solo Schmerzstück, das im Dezember 2025 am Tanzhaus Zürich Premiere hatte, geht es auch um die zeitlichen Dimensionen von Schmerz. Im Zeitlabor lädt sie dazu ein, Zeit jenseits der Uhr zu erleben. Cosima ist Komplizin am Tanzhaus Zürich.

Schwarzweiss-Porträt von Cosima Grand mit Dutt und Pony im gestreiften Rollkragenpullover, Blick in die Kamera.© Phil Bucher

Criptonite ist ein seit 2020 existierendes crip-queeres Theaterprojekt der in Zürich lebenden Künstler:innen Edwin Ramirez und Nina Mühlemann. Die Stücke von Criptonite arbeiten mit Aesthetics of Access (Barrierefreiheit als Ästhetik) und rücken die Wahrnehmungsstile und Erfahrungen von behinderten Menschen in den Mittelpunkt. Die letzte Arbeit von Criptonite, Bioluminescence, feierte im Sommer 2025 im Tanzhaus Zürich Premiere, und die Arbeit Pleasure hat international getourt. Neben Bühnenarbeiten veranstaltet Criptonite auch Community-Events wie Labs, Workshops und weitere Events. Criptonite hat für die Jahre 2024–2027 von der Stadt Zürich die mehrjährige Konzeptförderung erhalten.

Criptonite© Jean-Marc Thurmes

Kwangsuk «Issue» Park ist Choreograf und Performer aus Südkorea und lebt in Zürich. Er leitet das Kollektiv eight2one künstlerisch. Seine Stücke verbinden Breaking, zeitgenössischen Tanz, Humor und Spiel. Dabei fragt er, wie Menschen teilhaben, wie kulturelle Identität entsteht und was uns verbindet. Zuletzt arbeitete Kwangsuk unter anderem mit Kaori Ito am TJP–CDN Strasbourg, mit James Thierrée und mit Below the Skin.

Aktuell entwickelt er mit eight2one die Familienproduktion Das Schwingfest für Kinder ab 6 Jahren. Inspiriert vom Kinderlied «Mini Farb und Dini» verwandeln sich darin zwei Performer in Tierfiguren, messen sich im Schwingen und erfinden die Spielregeln nach und nach neu. Vom Stück inspiriert ist auch der regelmässig stattfindende Familien-Workshop im Breaking, den Kwangsuk mit Hyosung «Cho» Joo am Tanzhaus Zürich leitet.

Kwangsuk ist Komplize am Tanzhaus Zürich.

Eine Person in weiter, weisser Kleidung steht aufrecht in einer Gasse mit Kopfsteinpflaster zwischen historischen Häusern.© Louni

Eman Hussein ist Tänzerin, Choreografin und Tanzfilmemacherin aus Kairo und lebt in Zürich. Ihre Arbeit wurzelt in ihrer Herkunft aus der Arbeiter:innenklasse. Sie erforscht die Beziehung zwischen körperlicher Arbeit, Bewegung und zeitgenössischem Tanz. Dafür verbringt Eman oft längere Zeit mit Arbeiter:innen in Werkstätten und an Arbeitsorten. Daraus entwickelt sie ein «Bewegungsalphabet» aus Wiederholung, Rhythmus und Asymmetrie. So macht sie die unsichtbaren Seiten der Arbeit im Körper sichtbar.

Ihre Arbeiten liefen unter anderem am Zürcher Theater Spektakel, am Festival de Danse Cannes – Côte d’Azur und am Festival Theaterformen. 2026 erhielt sie den PREMIO Nachwuchspreis.

Am 9. Dezember 2026 hat Undeclared Work am Tanzhaus Zürich Premiere, das dritte Kapitel ihrer Reihe Labour Work – Between Work and Dance. Das Stück handelt von Menschen, die auf Baustellen arbeiten. In der Workshop-Reihe Groove Your Labour lädt Eman dazu ein, die Rhythmen und Bewegungen des eigenen Arbeitsalltags zu erkunden.

Eman ist Komplizin am Tanzhaus Zürich.

Porträt von Eman Hussein im Sonnenlicht, dunkle Locken, weisses Top, Blick zur Seite. Der Hintergrund ist unscharf.© Aurele Ferrier

Eugénie Rebetez wuchs im Schweizer Jura auf und arbeitet seit 2010 als freischaffende Bühnenkünstlerin. Sie kreierte die Solostücke Gina (2010), Encore (2013), Bienvenue (2017) und Comeback (2025), das 2027 durch die Schweiz tourt. Ha ha ha (2021) ist ein Stück für ein junges Publikum, getanzt von Tarek Halaby. Weitere Werke sind das Trio Nous trois (2019), die Parade Le défilé droit direct du Jura für die Fête des Vignerons und Rendez-vous (2022).

Eugénie zeigt auch Performances an Kunstorten, etwa in der Kunsthalle Krems und im Kunsthaus Zürich für Ausstellungen von Pipilotti Rist. Seit vielen Jahren arbeitet sie mit den Bachelor-Studierenden Tanz an La Manufacture in Lausanne. Von 2024 bis 2027 erhält sie die Konzeptförderung der Stadt Zürich.

Eugénie ist Komplizin am Tanzhaus Zürich.

Porträt von Eugénie Rebetez mit kurzen dunklen Haaren und rotem Lippenstift, zwinkernd und lächelnd vor schwarzem Hintergrund.© Anne Morgenstern

Ivy Monteiro entwickelt figurative Darstellungen in Tanz, Performance und Musik. In fluiden Gestalten und Figuren verbindet Ivy Themen wie Weiblichkeit und Gender mit sozialen und ethnischen Stereotypen. Bekannt ist Ivy auch als Mother Tropikahl Ivy B. Poderosa. Unter diesem Namen produziert Ivy Veranstaltungen für ein migrantisches QTIBPOC-Publikum in der Schweiz. QTIBPOC steht für queere, trans und inter Personen, Schwarze Menschen und People of Color.

Ivys Werke waren unter anderem im Museu da Imagem e do Som in São Paulo, an der Queer Biennial II in Los Angeles, an Les Urbaines in Lausanne und an der Eröffnung des Schweizer Pavillons der Biennale Venedig 2019 zu sehen. 2024 erhielt Ivy einen Schweizer Preis Darstellende Künste.

Am Tanzhaus Zürich leitet Ivy Kurse in Vogue-Performance und Ballroom und organisierte im Herbst 2026 mit Hausvrau das Villains Ball Weekend.

Ivy ist Komplizin am Tanzhaus Zürich.

Porträt einer Person mit einem voluminösen, kunstvoll gewickelten Kopftuch in Grün-, Blau- und Türkistönen, mehreren Ohrringen und einer sichtbaren Tätowierung auf der Schulter.

Jamuna Mirjam Zweifel ist Choreografin und Performerin. Sie lebt in Zürich, arbeitet international und engagiert sich für Community-Formate in der Tanzszene. Von 2019 bis 2023 arbeitete sie mit dem Zürcher Kollektiv The Field und entwickelte Kurzstücke und experimentelle Formate, die international gezeigt wurden. Sie performte unter anderem in Arbeiten von Meg Stuart, Isabel Lewis und Simone Aughterlony.

2024 entstand ihre erste abendfüllende Produktion Holes, Premiere war am Theater am Gleis in Winterthur. Sie gründete Zookunft.Project mit, das von 2020 bis 2025 bestand. Jamuna erhielt mehrere Förderpreise, darunter 2019 vom Kanton Solothurn und 2025 vom Kanton Zürich. 2026 ist sie mit einem Stipendium des Kantons Solothurn im Atelier Paris der Cité Internationale des Arts. Am 22. April 2027 hat ihr Stück Glitch Softcore am Tanzhaus Zürich Premiere.

Jamuna ist Komplizin am Tanzhaus Zürich.

Porträt von Jamuna Mirjam Zweifel mit kurzen, nach hinten gekämmten dunklen Haaren, gestreiftem Oberteil und Halskette.© Ivan Minichiello

Joseph Baan ist Künstler:in und Pädagog:in. Josephs Praxis verbindet Kunst, Bildung und Zusammenarbeit als Mittel, kreativ zu überleben. Im Zentrum stehen die Komplexität von Kollektivität und die Frage, wie eine Solidarität entstehen kann, die Unterschiede nicht einebnet, sondern bejaht. So entstehen Performances, Installationen, Texte, Gruppenarbeiten und Partituren.

Joseph forscht in einem Doktorat an der Zürcher Hochschule der Künste und am Mozarteum Salzburg und unterrichtet kritische Theorie und Performance an der ETH Zürich. Von 2019 bis 2022 leitete Joseph die School of Commons in Zürich mit, eine Graswurzelinitiative für gegenseitiges Lernen.

Ende April 2026 zeigte Joseph am Tanzhaus Zürich die Performance ALL RISE. Das Stück untersucht die dramaturgischen Verwandtschaften zwischen Rechtssystem und Theater und inszeniert einen Gerichtsprozess als Raum des Wartens. Die Rollen von Zeug:innen, Richter:innen und Anwält:innen teilen sich Publikum und Performer:innen. Als Dramaturg:in begleitete Joseph zudem night body night voice von Charlotte Mathiessen. Joseph ist Kompliz:in am Tanzhaus Zürich.

Porträt einer Person mit kinnlangen, platinblonden Haaren in offenem schwarzem Hemd vor einer weiss getäferten Wand.© Nils Amadeus Lange

Das Kollektiv dance me to the end besteht aus acht Tänzer:innen, Choreograf:innen, Tanzvermittler:innen, Tanzwissenschaftler:innen und Körpertherapeut:innen. Alle arbeiten seit vielen Jahren im Tanz. Sie verbindet grosse Neugier, eine offene Forschungshaltung und Lust am Risiko. 2023 fand das Kollektiv bei einer Recherche zum Thema «Tanz und Alter(n)» zusammen.

Das Kollektiv hinterfragt Vorstellungen von Körper und Tanz und fordert mehr Altersvielfalt im Tanz. Mit Fachleuten aus Architektur, Forschung und Wirtschaft entwickelt es neue Formate. Ziel ist, Tänzer:innen um und über 60 sichtbarer zu machen und Lust auf ein neugieriges Älterwerden zu wecken.

Zum Kollektiv gehören Angelika Ächter, Jeanette Engler, Gisa Frank, Anna Huber, Tina Mantel, Angela Stöcklin, Katharina Vogel und Ivan Wolfe. Die acht sind Kompliz:innen am Tanzhaus Zürich. Vom 23. bis 25. Oktober 2026 lud das Kollektiv am Tanzhaus zur Tagung VERLUST GEWINN VISION! ein.

Acht Tänzer:innen unterschiedlichen Alters stützen und lehnen sich in einer engen Gruppe an eine Ecke eines hellen, leeren Raums.© Martin Benz

Lea Moro arbeitet als Choreografin, Kuratorin, Dramaturgin und Kulturmanagerin. Sie verbindet künstlerische und gesellschaftliche Prozesse mit interdisziplinären und inklusiven Ansätzen. Nachhaltigkeit und kulturelle Zugänglichkeit sind ihr wichtig. Ihre choreografischen Arbeiten touren international. 2021 gründete sie die Plattform Work it Out, die Ressourcen umverteilt und Co-Kreation fördert.

Lea war Dramaturgin am Tanzhaus Zürich und 2022/2023 Programmdramaturgin an der Kaserne Basel. Mit dem Kunst(Zeug)Haus Rapperswil-Jona gründete und kuratierte sie das Tanzfestival Date to Dance. Seit 2025 leitet sie das Tanzbüro Basel (IG Tanz), seit 2026 ist sie designierte künstlerische Leiterin des inklusiven Festivals wildwuchs in Basel. 2026/2027 arbeitet sie an der choreografischen Recherche Über Trauer reden (Arbeitstitel).

Lea ist Komplizin am Tanzhaus Zürich.

Porträt von Lea Moro mit dunklen Locken in gelb-grüner Bluse, die ernst über die Schulter in die Kamera blickt.© Dorothea Tuch

Lyn Bentschik arbeitet als crip-queere:r Choreograf:in, (Langzeit-)Performer:in und Dramaturg:in. Lyn studierte zeitgenössischen Bühnentanz und Performance (BA) an der Stockholm University of the Arts und Choreografie (MA Dance) an der Zürcher Hochschule der Künste. Lyns Arbeiten bewegen sich zwischen Tanz, erweiterter Choreografie, Performance und bildender Kunst.

2025/26 war Lyn Associated Artist von TanzPlan Ost Dabei entstand das Gruppenstück Collective Rhythms of Pain über chronische Schmerzen. Es fragt, wie sich eine Welt anfühlt, in der niemand Schmerzen verstecken muss, aus Angst, als krank abgestempelt zu werden. Im Projektteam verbinden sich künstlerische Arbeit, kreative Barrierefreiheit und gelebte Erfahrung. Am 6. November 2026 hat es am Tanzhaus Zürich Premiere.

Lyn ist Kompliz:in am Tanzhaus Zürich.

 

 

 

Zwei Personen aus niedrigem Blickwinkel fotografiert, im warmen goldenen Gegenlicht; im Vordergrund eine Person in Rot mit gesenktem Blick, im Hintergrund eine zweite Person, deren Gesicht vom Licht erfasst wird.© Alun Meyerhans

New Kyd ist Bewegungskünstler:in, DJ und Klangkünstler:in und lebt in Zürich. Kyd wurde in Grossbritannien als Kind nigerianischer Eltern geboren und hat einen BA in Tanz der University of Roehampton. Kyds Praxis verbindet Bewegung, Klang und abstraktes Erzählen. Diese Praxis bewegt sich zwischen diasporischer Identität, Ritual und experimenteller Tanzperformance. Eine wichtige Quelle ist das Weltbild der Yoruba aus Westafrika. Kyd untersucht Themen wie Isolation in der Stadt, Unsichtbarkeit, Opulenz und Widerstand und stellt westliche Vorstellungen von Unabhängigkeit und Sichtbarkeit infrage.

Kyd war Teil des Ensembles am Schauspielhaus Zürich und von Trajal Harrells Zurich Dance Ensemble. Kyd arbeitete mit Künstler:innen wie Ligia Lewis, Wu Tsang, Akram Khan und Tiran Willemse und zeigte Arbeiten unter anderem in der Gessnerallee, in der Halle am Berghain in Berlin und bei Movement Research in New York.

Kyd ist Kompliz:in am Tanzhaus Zürich.

Eine Person steht an einem DJ-Pult in violettem Bühnenlicht, im Hintergrund ist eine jubelnde Menschenmenge zu erkennen.

P. Piton ist Choreograf:in und Performer:in und lebt zwischen Stockholm und Zürich. In der choreografischen Arbeit erkundet P. Piton Improvisation als Form der Komposition und nähert sich dem Tanz über seine ekstatische, sinnliche Kraft. Die Ausbildung führte P. Piton ans Conservatoire National de Paris, an La Manufacture in Lausanne und an die Stockholm University of the Arts. Dort schloss P. Piton auch einen Master in Choreografie ab.

Seit 2019 arbeitet P. Piton im Kollektiv The Field, einem Raum für nicht-hierarchische, kollaborative Choreografie. Mit Romane Peytavin gründete P. Piton La PP. Dort entstehen Arbeiten aus spielerischen, spontanen Situationen, darunter Dédicace und Farewell Body. Mit der eigenen Kompanie Snakes & Stones zeigte P. Piton 2022 Open/Closed, unter anderem am Festival La Bâtie in Genf und an den Swiss Dance Days. Am 24. Februar 2027 hat GOON am Tanzhaus Zürich Premiere.

P. Piton ist Kompliz:in am Tanzhaus Zürich.

Nahaufnahme einer Person mit dunklen Haaren, die einen behandschuhten Finger an die Lippen hält, im Vordergrund unscharfe, glänzende Metallformen.© Nadja Voorham

Sarafina Beck ist Tänzerin, Choreografin und interdisziplinäre Künstlerin aus Zürich. Seit ihrem Abschluss an der Höheren Fachschule für Zeitgenössischen und Urbanen Bühnentanz 2019 arbeitet sie freischaffend in der Schweiz und international. Sie verbindet Street- und Clubtänze mit zeitgenössischem Tanz, Theater und Film. Ihre Arbeiten sind bildhaft und filmisch. Im Zentrum stehen innere Zustände und die Spannung zwischen eigener Wahrnehmung und gesellschaftlichen Erwartungen.

2020 zeigte Sarafina ihr erstes Kurzstück SUPERPOSITION an der Gessnerallee Zürich, 2023 folgte dort ihr erstes abendfüllendes Werk TELE(your)VISION. Im selben Jahr war sie mit Pro Helvetias Programm Swiss Connection UK in Residenz am Brixton House in London. 2026 wurde STARDUST – A Star Has Died am Tanzhaus Zürich uraufgeführt. Als Performerin arbeitete sie unter anderem mit Company MEK und Cie. La Ronde. Daneben realisiert sie eigene Tanzfilme.

Sarafina ist Komplizin am Tanzhaus Zürich.

Sarafina© Oz Jacob Tabib

Soraya Leila Emery ist schweizerisch-marokkanische Choreografin und lebt in Zürich. Sie erforscht Lust aus einem intersektionalen, dekolonialen und feministischen Blickwinkel. Dabei bietet sie Tänzer:innen aus dem Nahen Osten und Nordafrika (MENA) eine Plattform. Ihre früheren Arbeiten fragten, wie kulturelle Identität bewahrt und weitergegeben wird und wie der weibliche arabische Körper dargestellt wird.

Soraya Leila schloss ihre Tanzausbildung 2014 am CFPArts Genf und 2017 an der Salzburg Experimental Academy of Dance (SEAD) ab, 2024 den Master in Choreografie an der ZHdK. Als Associated Artist von TanzPlan Ost entstand 2023/2024 ihr Gruppenstück TURN ON. Ihr Solo Coming Soon hatte im März 2026 am Tanzhaus Zürich Premiere. Es ist von Ingres’ Gemälde La Grande Odalisque inspiriert und hinterfragt orientalistische Klischees.

Soraya Leila ist Komplizin am Tanzhaus Zürich.

Porträt von Soraya Leila Emery mit langen, welligen dunkelbraunen Haaren, lächelnd vor einer weiss gefliesten Wand.© A. Peyer

Teresa Vittucci wurde in Wien geboren und lebt seit 2015 in Zürich. Teresas Arbeit wurzelt in der zeitgenössischen Tanzperformance und untersucht feministische und queere Perspektiven auf Popkultur, Geschichte und Religion. Humor und subversive Witze gehören immer dazu. Teresa arbeitet solo und mit Künstler:innen wie Colin Self, Annina Machaz und dem Theater HORA.

Die Trilogie IN PRAISE OF VULNERABILITY umfasst drei Stücke. Für den ersten Teil, HATE ME, TENDER, erhielt Teresa 2019 den Schweizer Tanzpreis. Im zweiten Teil, DOOM, untersucht Teresa mit Colin Self, wie die Figuren Eva und Pandora das Bild des Weiblichen geprägt haben. Den dritten Teil, SANE SATAN, brachte Teresa im März 2024 am Tanzhaus Zürich zur Uraufführung. Alle drei Teile waren am Tanzhaus zu sehen.

Im Oktober 2026 feierte anger angels (ETERNAL LETDOWN) am Tanzhaus Zürich Premiere, Teresas erste Zusammenarbeit mit Sophía Rodríguez. Darin erscheinen zwei Engel in einem seltsamen Büro und spüren die Wut der Menschen. Mit Bewegung, Stimme und Ironie verwandeln sie diese Wut in etwas Befreiendes.

Teresa ist Kompliz:in am Tanzhaus Zürich.

Eine Person in goldfarbener Regenjacke sitzt im Freien vor grünem Gebüsch und streichelt einen weissen Hund mit heraushängender Zunge.© Flavio Karrer