GOON
Eine Veranstaltung von P. Piton

Worum geht es?

Im Stück geht es um Lust. Gemeint ist sexuelle Lust und Begehren.

Viele Menschen schauen heute Bilder und Videos auf dem Computer oder dem Handy. Manche schauen dabei sehr lange Pornografie. Sie wollen ihre Lust möglichst lange spüren. Dabei kommen sie in einen besonderen Zustand. Das nennt man «Gooning». Man ist dann wie in Trance. Das heisst: Man vergisst alles um sich herum.

Was passiert auf der Bühne?

Auf der Bühne sind drei Performer:innen. Die Bühne gleicht einer Höhle voller Bildschirme. Es gibt viele Süssigkeiten und Düfte.

Die Performer:innen tanzen und singen. Manche Tänze kennt man von TikTok und aus Musik-Videos. Die Performer:innen tragen Kostüme aus Latex.

Sie wiederholen ihre Bewegungen immer wieder. So kommen sie langsam in einen Rausch. Auch das Publikum erlebt das Stück mit vielen Sinnen: mit Riechen, Schmecken und Sehen.

Die Performance kommt dem Höhepunkt immer wieder nahe. Aber sie kommt nie ganz an.

Was will das Stück zeigen?

Lust ist manchmal echt und manchmal gespielt. Das Stück spielt mit beidem. Es ist auch lustig und übertrieben.

Das Stück fragt: Wie gehen wir heute mit Nähe und Sex um? Was machen Bilder und Videos mit uns? Und wie stellen wir sicher, dass alle einverstanden sind?

Drei Performer:innen versetzen sich mit Bildschirmen, Tanz, Duft und Geschmack in einen Rausch der Lust. GOON von P. Piton erkundet, wie wir Lust erleben, inszenieren und suchen.

Ein Computer auf einem Ständer, ein Telefon in der Hand, Bilder ohne Ende. Wer lange genug hinschaut, gerät in einen Zustand zwischen Rausch und Trance. Diesen Zustand suchen die drei Performer:innen in GOON.

Der Titel bezieht sich auf das «Gooning». So nennt man die Praxis, bei der Menschen ihre Lust vor dem Bildschirm sehr lange hinauszögern, oft beim Schauen von pornografischen Inhalten. Dabei geraten sie in eine Art Selbsthypnose: Die Augen schielen, der Mund wird feucht, der Körper zittert.

Die Bühne gleicht einer Höhle voller Bildschirme. Pheromone und aphrodisierende Süssigkeiten liegen im Überfluss bereit. Die Performer:innen tanzen, singen und wiederholen ihre Bewegungen, bis die Wahrnehmung verschwimmt. Tänze aus TikTok und Musikvideos, Latexkostüme, Düfte und Essen sprechen alle Sinne an, auch die des Publikums. Wie beim Hinauszögern der Lust nähert sich die Performance immer wieder dem Höhepunkt, ohne ganz anzukommen. Die versprochene Befreiung kommt vielleicht nie.

Dabei verschwimmen auch echte und gespielte Lust, Ernst und Übertreibung. GOON löst sich von festen Vorstellungen von Geschlecht und macht den Tanz selbst zum Ort der Lust. Mit Humor und kritischem Blick fragt das Stück, wie wir heute Intimität, Medienkonsum und Einvernehmlichkeit aushandeln.

Tickets in Kürze
Premiere
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  • Soli: CHF 35
  • Regulär: CHF 25
  • Budget: CHF 15

Dauer:

1 Std. 30 Min.

Die Performance handelt von Sexualität und Lust und bezieht sich auf pornografische Inhalte.

Im Raum werden Düfte verteilt, es gibt Essen und Süssigkeiten.

Die Kostüme sind aus Latex

Relaxed Performance

Tanzhaus Zürich

Bühne 1

Rollstuhlgerecht

  • Nonverbal

Warnung

  • Bezug zu pornografischen Inhalten
  • Düfte im Raum
  • Essen und Süssigkeiten
  • Sexualität und Lust
Drei Personen im Spotlicht vor Schwarz: Eine streckt mit geschlossenen Augen die Zunge heraus, eine lehnt sich zurück, eine späht über eine schwarze Latexform.
Eine Person kniet in einer schwarzen Latexjacke, deren aufgeblasene Ärmel einen grossen Ring bilden. Rundherum stehen riesige schwarze Latexballons.
Aufsicht auf zwei Personen am Boden: Eine in schwarzem Shirt mit Glitzerschrift «GOON» stützt sich halb über eine andere in brauner Latexweste. Oben die Beine einer dritten Person.
Ein choreografisches Projekt von
Snakes & Stones
Choreografie, Performance
P. Piton
Entwickelt mit
Musik
Xafya Lovecraft
Dramaturgie
Ofelia Jarl Ortega, Lucia Gugerli
Künstlerische Beratung
Élie Autin, Natasza Gerlach, Simone Aughterlony
Produktion, Vertrieb
Vertrieb
Charlotte Wacker (EU), Ruby Glaskin (UK)
Fotografie
Najda Voorham
Koproduktion
Tanzhaus Zürich; Arsenic – Centre d’art scénique contemporain, Lausanne
Partnerschaft
MDT Stockholm, Fierce Festival Birmingham, Metarage Brüssel
Mit Unterstützung von
Landis & Gyr Stiftung