Tanzhaus Zuerich Limmat Schimmer

MovingTowardsZero

DEARS, Cosima Grand, Jessica Huber, Kollektiv dance me to the end, Charlotte Mathiessen, Martin Schick, Tejus Menon

SharingTowardsZero

Anlässlich seines 30-jährigen Bestehens lädt das Tanzhaus Zürich zum Festival MovingTowardsZero (26.–28. Juni 2026): ein utopischer Raum, in dem Kunst, Aktivismus und Gemeinschaft aufeinandertreffen. SharingTowardsZero ist Teil von MovingTowardsZero.

Die Bühne zwei kommt ins Schwingen und Beben. Wir teilen mit euch Körper- und Bewegungpraktiken, die uns in Resonanz und Verbindung bringen. SharingTowardsZero lädt zum Tanzen ein: laut, leise, langsam und im Kreise, sanft wiegend und rebellisch rockend. Mit Armen und Beinen, Stimme und Schreiben, Ventilatoren und Mikrophonen erproben wir ecosomatische Handlungsmöglichkeiten, die unser soziales Miteinander stärken. Lasst uns zusammen und in Bewegung kommen. Seid dabei – wir freuen uns!

Programmübersicht Samstag, 27. Juni

14:00–15:15 Uhr
Kollektiv dance me to the end
Sharing Moving Stillness

15:30–16:30 Uhr
Kollektiv dance me to the end – Tina Mantel
Slow Dance

15:30–16:30 Uhr
Kollektiv dance me to the end – Katharina Vogel
Body Nature Mindfulness

16:45–17:45 Uhr
Jessica Huber und Constanza Pellicci
A coral for lost voices

17:50–19:00 Uhr
Cosima Grand und Jessica Huber
wiegen/liegen

Programmübersicht Sonntag, 28. Juni

14:00–15:00 Uhr
Martin Schick
Queering the Circle

15:15–16:45 Uhr
Dears
Sensing Bodies Writing

15:30–17:00 Uhr
Charlotte Mathiessen und Tejus Menon
Body Sonar

DEARS

DEARS ist eine Plattform für Schreibpraktiken an der Schnittstelle von Kunst, Poesie und experimentellem Schreiben. DEARS wurde 2020 von Delphine Chapuis Schmitz, Nicole Bachmann und Robert Steinberger gemeinsam gegründet und erscheint als Printmagazin; darüber hinaus umfasst das Projekt Lesungen, Performances und partizipative Veranstaltungen im Rahmen der Reihen DEARS READS und DEARS, WRITE. DEARS bewegt sich im Zwischenraum, um eine Vielfalt an Situiertheiten, Stimmen und Perspektiven zu erkunden, und ermöglicht es Textualitäten, die auf Fluidität und Hybridität beruhen, sich zu begegnen und miteinander in Resonanz zu treten.

Cosima Grand

Cosima Grand ist Choreografin und Tänzerin. In ihrer künstlerischen Arbeit interessiert sich Cosima vor allem für das empathische Potential von Tanz. Sie untersucht in ihrer Praxis, wie man sich über Körperbewegungen und Körperempfindungen miteinander verbinden und in Resonanz treten kann. In ihren letzten choreografischen Arbeiten hat sie eine Körperpraxis entwickelt, die auf schaukelnden und zitternden Bewegungen basiert und die Arbeit mit Stimme miteinbezieht. Cosima absolvierte ihre Tanzausbildung am CNDC d’ Angers und war Mitglied der Cie  Marchepied in Lausanne. Sie schloss den Bachelor in communication multilingue an der Universität Genf ab. An der Universität Bern studierte sie Theaterwissenschaft und Soziolinguistik. Cosima kollaboriert und performt u.a. mit Ruth Childs, Aina Alegre, Simone Truong, Chris Leuenberger, Jessica Huber. Ihre eigene choreografische Arbeit umfasst u.a. die Stücke CTRL-V(EP) (2. Preis PREMIO 2015), CTRL-V (LP) (2016), Hitchhiking through Winterland (2018), Restless Beings (2020), things veer (2023). 2015 erhält sie den Kulturförderpreis des Kantons Wallis und 2020 eine Kulturelle Auszeichnung der Stadt Zürich. Cosima ist Komplizin am Tanzhaus Zürich.

Jessica Huber

Jessicas künstlerisches Schaffen gleitet zwischen unterschiedlichen Performance-Welten vor und zurück: Während ihre frühen Projekte primär choreografisch geprägt waren, variieren die neueren Produktionen hinsichtlich Form und Ausprägung. Was die Arbeiten der Choreografin jedoch verbindet, ist die Suche nach einer Praxis und Ästhetik des Teilens und Austausches und der gelebte Wunsch nach Kollaboration. Entsprechend hat Jessica die Zusammenarbeit mit anderen Künstler:innen zu ihrer primären Arbeitsmethode gemacht. Formate wie Walks, Residenzen und Workshops sind für sie wesentlicher Teil des Kreationsprozesses. 
Jessica erhielt ihre Ausbildung in zeitgenössischem Tanz, Choreografie und Dance & Theatre Science am Laban Centre/City University London. Zusammen mit Karin Arnold ist sie Gründungsmitglied des Performance-Kollektivs mercimax.
Seit 2020 ist sie auf Mandatsbasis Teil des Tanzhaus Dramaturgie-Pools. 2025 möchte sie am Haus ihre dramaturgische und künstlerische Tätigkeiten mehr verschmelzen lassen und Einblicke und Praxen aus ihrer Recherche-Serie rituals of tenderness teilen.

Kollektiv dance me to the end

dance me to the end ist ein Kollektiv aus acht langfristig im Arbeitsfeld Tanz tätigen professionellen Tänzer:innen, Choreograf:innen, Tanzvermittler:innen, -wissenschaftler:innen, Körpertherapeut:innen und kulturpolitisch engagierten Tanzschaffenden, die aus unterschiedlichen tanzästhetischen Praktiken und Hintergründen kommen. Was sie eint ist eine grosse Neugierde, eine offene Forschungshaltung und Risikobereitschaft dank ihres langjährigen Erfahrungswissens. Das Kollektiv fand 2023 in einer ersten gemeinsamen Recherchephase zum Themenkomplex «Tanz und Alter(n)» zusammen. Mit ihrer künstlerischen Arbeit hinterfragen sie Körper- und Tanzkonzepte, fordern Altersdiversität im Tanz, suchen nach einem Wissenstransfer in andere Gesellschaftsbereiche und schaffen einen generationenübergreifenden Erfahrungsaustausch. Gemeinsam mit Expert:innen aus Architektur, Forschung und Wirtschaft werden Formate entwickelt, die performative, dialogische und vermittelnde Aspekte neu kombinieren.

Das Kollektiv dance me to the end leistet wichtige Pionierarbeit für die Schweiz, um die Sichtbarkeit von professionellen Tanzschaffenden um und über 60 Jahre zu erhöhen; die Sensibilisierung und Akzeptanz für alternde, tanzende Körper auf der Bühne und im öffentlichen Raum zu stärken und grundsätzlich ein Empowerment für ein neugieriges, lustvolles Älterwerden zu bewirken.

dance me to the end sind: Angelika Ächter, Jeanette Engler, Gisa Frank, Anna Huber, Tina Mantel, Angela Stöcklin, Katharina Vogel und Ivan Wolfe.

Charlotte Mathiessen

Charlotte ist Performerin, Choreografin und Dramaturgin. Sie hat zeitgenössischen Tanz an der Amsterdam Hochschule der Künste studiert und nach ihrem Abschluss mehrere Jahre als Performerin und Choreografin gearbeitet. 2020 ist Charlotte zurück nach Zürich gezogen und hat den Master in Dramaturgie an der Zürcher Hochschule der Künste absolviert. Seither arbeitet sie vermehrt als Dramaturgin in der Freien Szene.

Charlotte beschäftigt sich als Dramaturgin, Choreografin und Perfomerin mit dem Verweben von feministischer Praxis, dramaturgischem Denken und künstlerischer Arbeit. Neugier, Lust und Wut sind treibende Kräfte in ihren künstlerischen Prozessen.

Charlotte wurde 2022 für die Newcomer-Plattform Show-Off im Tanzhaus Zürich ausgewählt, hat 2023 mit einem Stipendium von Pro Helvetia am Choreografieprogramm ATLAS während Impulstanz teilgenommen und war 2024 Teil von PREMIO. Im Rahmen ihrer Komplizinnenschaft am Tanzhaus erarbeitet Charlotte ihr erstes abendfüllendes Bühnenstück night body night voice in Zusammenarbeit mit Marquis’ Mc Gee, Lilli Unger, Jo/Joseph/Josephine Baan und weiteren Kollaborateur:innen. Seit 2024 ist sie zudem Co-Direktorin des Zirkusquartier Zürich, einem Theater, das sich dem zeitgenössischen Zirkus widmet.

Martin Schick

Martin Schick (aka TINA) ist frei kulturschaffend und hat es sich zum Prinzip der künstlerischen Arbeit gemacht, immer wieder neue Kontexte zu betreten, sie selbst oder kollektiv aufzubauen. Ursprünglich aus dem Tanz und Performance kommend, bewegt sich die Tätigkeit seit 2018 im Bereich Kulturmanagement, Kulturpolitik, Aktivismus oder kritischer Begleitung. Das Engagement gilt vorwiegend Community-Bewegungen, genossenschaftlichen oder gemeinschaftlichen Strukturen und institutionellen Transformationsprojekten, also da, wo Kunst nicht gerahmt ist, sondern die Bubble und den Rahmen erweitert oder gar sprengt. Im Tanzhaus begleitet Martin Schick seit vielen Jahren das Trainingsformat Wild Card im Profitrainingskontext, offen für alle Menschen. 

Tejus Menon

Tejus Menon hat einen Hintergrund in Theater, Tanz und Literatur. Tejus begann seine Laufbahn an der Universität Delhi, wo er Politikwissenschaft studierte. Seitdem ist er in der freien Szene in Neu-Delhi tätig, unter anderem beim Tadpole Repertory (Neu-Delhi) und der Guild of the Goat, und trat bei Festivals im ganzen Land auf, darunter das Serendipity Arts Festival Goa und die India Art Fair. Tejus arbeitete drei Jahre lang als festes Mitglied bei Crow – Indiens erster partizipativer Theatergruppe – als Schauspieler:in, Autor:in und Regieassistent:in und schuf ortsspezifisches Theater in Neu-Delhi. Seit 2019 absolviert Tejus eine Ausbildung als Butoh-Tänzer:in in Indien und Europa bei der Subbody School, Shinichi Iova-Koga, Imre Thormann und Julie Becton Gillum.  

Tejus' Arbeiten wurden unter anderem im Tanzhaus Zürich, beim far° Festival in Nyon, beim Zürcher Theaterspektakel und im Spazio 500 gezeigt. Tejus ist Teil des vom Tanzhaus Zürich mitgewählten Programms „Danse et Dramaturgie“ für 2024–26 und erhält das DanceWeb-Stipendium bei Impulstanz Wien 2025, unterstützt von Prohelvetia Schweiz. Zudem erhielten Tejus 2025 ein Künstlerstipendium der Fondation Caris und der Stiftung Melinda Esterházy de Galantha, während er seinen Master im Studiengang Expanded Theatre an der Hochschule der Kunst Bern abschloss. Seine Arbeit wird von der Kulturkommission der Stadt und des Kantons Bern unterstützt. 

Daten / Reservation
  • Pay as much as you want

Bühne 2
Tanzhaus Zürich
Wasserwerkstrasse 129
8037 Zürich

  • Dauer: 5h
  • Deutsch, Englisch
  • Rollstuhlgängig
  • Pay as much as you want

Bühne 2
Tanzhaus Zürich
Wasserwerkstrasse 129
8037 Zürich

  • Dauer: 3h
  • Deutsch, Englisch
  • Rollstuhlgängig