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MovingTowardsZero

Charlotte Mathiessen, Tejus Menon

Body Sonar

Anlässlich seines 30-jährigen Bestehens lädt das Tanzhaus Zürich zum Festival MovingTowardsZero (26.–28. Juni 2026): ein utopischer Raum, in dem Kunst, Aktivismus und Gemeinschaft aufeinandertreffen. Body Sonar ist Teil von MovingTowardsZero.

Tejus Menon und Charlotte Mathiessen bieten eine somatische Praxis an, in der Bass-Töne als Werkzeug dienen, um verfestigte Überlegenheitsstrukturen im Körper zu lokalisieren und zu destabilisieren. Während der Praxis durchlaufen wir verschiedene Positionen auf und um Subwoofer und erforschen dabei die Resonanz in Raum und Körper. Als Einstieg in und Anker für die Praxis lesen wir gemeinsam ausgewählte Texte von Kamau Brathwaite, Edouard Glissant, Avgi Saketopoulou und weiteren.

Die Verwendung von Bassfrequenzen bezieht sich gleichermassen auf revolutionäre Soundsysteme in Jamaika und Dek-Bass-Soundsysteme aus Ostindien wie auch auf Aspekte vibroakustischer Therapien. Die Bass-Komposition wird von Luc Häfliger kreiert, der eine Soundscape aus Schwingungen, Pulsen und Lagen aus tiefen Tönen erschafft. Die Praxis verbindet kritische Theorie, Bassfrequenzen und Somatik.

  • 18+

Charlotte Mathiessen

Charlotte ist Performerin, Choreografin und Dramaturgin. Sie hat zeitgenössischen Tanz an der Amsterdam Hochschule der Künste studiert und nach ihrem Abschluss mehrere Jahre als Performerin und Choreografin gearbeitet. 2020 ist Charlotte zurück nach Zürich gezogen und hat den Master in Dramaturgie an der Zürcher Hochschule der Künste absolviert. Seither arbeitet sie vermehrt als Dramaturgin in der Freien Szene.

Charlotte beschäftigt sich als Dramaturgin, Choreografin und Perfomerin mit dem Verweben von feministischer Praxis, dramaturgischem Denken und künstlerischer Arbeit. Neugier, Lust und Wut sind treibende Kräfte in ihren künstlerischen Prozessen.

Charlotte wurde 2022 für die Newcomer-Plattform Show-Off im Tanzhaus Zürich ausgewählt, hat 2023 mit einem Stipendium von Pro Helvetia am Choreografieprogramm ATLAS während Impulstanz teilgenommen und war 2024 Teil von PREMIO. Im Rahmen ihrer Komplizinnenschaft am Tanzhaus erarbeitet Charlotte ihr erstes abendfüllendes Bühnenstück night body night voice in Zusammenarbeit mit Marquis’ Mc Gee, Lilli Unger, Jo/Joseph/Josephine Baan und weiteren Kollaborateur:innen. Seit 2024 ist sie zudem Co-Direktorin des Zirkusquartier Zürich, einem Theater, das sich dem zeitgenössischen Zirkus widmet.

Tejus Menon

Tejus Menon hat einen Hintergrund in Theater, Tanz und Literatur. Tejus begann seine Laufbahn an der Universität Delhi, wo er Politikwissenschaft studierte. Seitdem ist er in der freien Szene in Neu-Delhi tätig, unter anderem beim Tadpole Repertory (Neu-Delhi) und der Guild of the Goat, und trat bei Festivals im ganzen Land auf, darunter das Serendipity Arts Festival Goa und die India Art Fair. Tejus arbeitete drei Jahre lang als festes Mitglied bei Crow – Indiens erster partizipativer Theatergruppe – als Schauspieler:in, Autor:in und Regieassistent:in und schuf ortsspezifisches Theater in Neu-Delhi. Seit 2019 absolviert Tejus eine Ausbildung als Butoh-Tänzer:in in Indien und Europa bei der Subbody School, Shinichi Iova-Koga, Imre Thormann und Julie Becton Gillum.  

Tejus' Arbeiten wurden unter anderem im Tanzhaus Zürich, beim far° Festival in Nyon, beim Zürcher Theaterspektakel und im Spazio 500 gezeigt. Tejus ist Teil des vom Tanzhaus Zürich mitgewählten Programms „Danse et Dramaturgie“ für 2024–26 und erhält das DanceWeb-Stipendium bei Impulstanz Wien 2025, unterstützt von Prohelvetia Schweiz. Zudem erhielten Tejus 2025 ein Künstlerstipendium der Fondation Caris und der Stiftung Melinda Esterházy de Galantha, während er seinen Master im Studiengang Expanded Theatre an der Hochschule der Kunst Bern abschloss. Seine Arbeit wird von der Kulturkommission der Stadt und des Kantons Bern unterstützt. 

Daten / Reservation
  • Pay as much as you want



  • Dauer: 1h 30m
  • Englisch, Deutsch
  • Rollstuhlgängig

  • Die Veranstaltung ist für alle Niveaustufen offen.
  • Die Teilnehmer werden gebeten, auf dem Boden zu sitzen und zu liegen und einfache Körperhaltungen einzunehmen, während sie mit den Referenten in Kontakt stehen.
  • Die Bassklänge werden laut sein. Wir stellen Gehörschutz zur Verfügung, dennoch wird es laut sein.
  • Die Veranstaltung richtet sich an Teilnehmer ab 18 Jahren.
  • Bequeme Kleidung empfohlen