Cosima Grand ist Choreografin und Tänzerin. In ihrer künstlerischen Arbeit interessiert sich Cosima vor allem für das empathische Potential von Tanz. Sie untersucht in ihrer Praxis, wie man sich über Körperbewegungen und Körperempfindungen miteinander verbinden und in Resonanz treten kann. In ihren letzten choreografischen Arbeiten hat sie eine Körperpraxis entwickelt, die auf schaukelnden und zitternden Bewegungen basiert und die Arbeit mit Stimme miteinbezieht. Cosima absolvierte ihre Tanzausbildung am CNDC d’ Angers und war Mitglied der Cie Marchepied in Lausanne. Sie schloss den Bachelor in communication multilingue an der Universität Genf ab. An der Universität Bern studierte sie Theaterwissenschaft und Soziolinguistik. Cosima kollaboriert und performt u.a. mit Ruth Childs, Aina Alegre, Simone Truong, Chris Leuenberger, Jessica Huber. Ihre eigene choreografische Arbeit umfasst u.a. die Stücke CTRL-V(EP) (2. Preis PREMIO 2015), CTRL-V (LP) (2016), Hitchhiking through Winterland (2018), Restless Beings (2020), things veer (2023). 2015 erhält sie den Kulturförderpreis des Kantons Wallis und 2020 eine Kulturelle Auszeichnung der Stadt Zürich. Cosima ist Komplizin am Tanzhaus Zürich.
MovingTowardsZero
Cosima Grand, Jessica Huber
wiegen/liegen
Anlässlich seines 30-jährigen Bestehens lädt das Tanzhaus Zürich zum Festival MovingTowardsZero (26.–28. Juni 2026): ein utopischer Raum, in dem Kunst, Aktivismus und Gemeinschaft aufeinandertreffen. wiegen/liegen ist Teil von MovingTowardsZero.
Cosima Grand und Jessica Huber führen in wiegen/liegen (rocking together) in eine gemeinsam entwickelte Bewegungspraxis/Embodied Session ein: Wir beginnen damit, unseren eigenen Körper zu wiegen und führen langsam auch das Wiegen und Schaukeln anderer Körper ein. Mit der Zeit entwickelt sich ein Wechselspiel zwischen den Rollen – wir wiegen und werden gewiegt, wir halten und werden gehalten. Die Bewegungen werden hauptsächlich im Sitzen und/oder Liegen auf dem Boden durchgeführt. Die Praxis beinhaltet Körperkontakt mit anderen.
Kontext: Wiegen und Schaukeln kann beruhigend auf unser Nervensystem wirken. Und es kann auch einfach Spass machen. Als erwachsene Personen, werden wir kaum noch gewiegt und auch selten ausserhalb unserer Primärbeziehungen gehalten - für beides wollen wir Raum schaffen und uns in beiden Rollen üben.
Foto Michelle Ettlin
Jessicas künstlerisches Schaffen gleitet zwischen unterschiedlichen Performance-Welten vor und zurück: Während ihre frühen Projekte primär choreografisch geprägt waren, variieren die neueren Produktionen hinsichtlich Form und Ausprägung. Was die Arbeiten der Choreografin jedoch verbindet, ist die Suche nach einer Praxis und Ästhetik des Teilens und Austausches und der gelebte Wunsch nach Kollaboration. Entsprechend hat Jessica die Zusammenarbeit mit anderen Künstler:innen zu ihrer primären Arbeitsmethode gemacht. Formate wie Walks, Residenzen und Workshops sind für sie wesentlicher Teil des Kreationsprozesses.
Jessica erhielt ihre Ausbildung in zeitgenössischem Tanz, Choreografie und Dance & Theatre Science am Laban Centre/City University London. Zusammen mit Karin Arnold ist sie Gründungsmitglied des Performance-Kollektivs mercimax.
Seit 2020 ist sie auf Mandatsbasis Teil des Tanzhaus Dramaturgie-Pools. 2025 möchte sie am Haus ihre dramaturgische und künstlerische Tätigkeiten mehr verschmelzen lassen und Einblicke und Praxen aus ihrer Recherche-Serie rituals of tenderness teilen.
Daten / Reservation
- Pay as much as you want
Bühne 2
Tanzhaus Zürich
Wasserwerkstrasse 129
8037 Zürich
- Dauer: 1h 15m
- Schweizerdeutsch, Englisch
- Rollstuhlgängig
- Keine Vorkenntnisse notwendig
- Hauptsächlich im Sitzen und Liegen
- Bringt bequeme Kleidung