Sharing
Sharing: Dialog im Kampf
Kämpfen, Spielen, Rangeln bringen uns in Kommunikation und in einen Bezug zu einander – ganz ohne diskursive Verstrickungen. So die These des Kollektiv Zoo, das während ihrer Residenz am Tanzhaus Zürich eine Anti-Diskurs-Arena als einen Raum für gesellschaftlichen Dialog im Kampf eröffnet. Inspiriert von der Playfight-Bewegung entwickelt das Kollektiv dazu ein Spielsystem, in dem körperliche Bedingungen und Regeln variantenreich vermischt werden, um so den Zugang zum Kampf jenseits vermeintlicher physischer Vorteile offen zu gestalten.
Ohne die ideologische Agenda des Gegenübers zu kennen, treten Jens Eike Krüger, Constantin Leonhard und Anja Plonka in die körperliche Auseinandersetzung. Entwaffnet und fern der phonetischen Sprache begegnen sie sich als Figuren dieses Spiels. Und sie Fragen sich: Welche dialogischen und demokratischen Potentiale weckt diese Form des Zusammentreffens? Welche (körperlichen) Thesen können wir dadurch gemeinsam formulieren?
Im Anschluss an das Work-in-Progress-Sharing findet ein kurzes Publikumsgespräch statt.
Foto: Lea Schöning