Sina Saberi ist Performer, Choreograf und Kulturmanager und lebt in Deutschland. Seine künstlerische Praxis und Forschung greifen auf seinen kulturellen Hintergrund zurück und untersuchen Tanz als einen alternativen Seinszustand. Er fragt danach, wo sich das Persönliche und das Öffentliche verbinden und schliesslich zu einem Punkt des Miteinanders gelangen können. Diese Fragestellung spiegelt sich in seiner Trilogie Prelude, Damnoosh und Narges wider, die er seit 2016 international präsentiert. Sina ist Direktor von Kakeshan.org und seit 2014 als Organisator in der iranischen Tanzszene tätig – zunächst in Teheran, heute in der Diaspora.
Sharing
Sina Saberi
MARDOM
Im choreografischen Forschungsprojekt MARDOM untersucht Sina Saberi Schmerz und Gerechtigkeit. Im Zentrum steht die Frage, wie Schmerz den individuellen Körper und in der Folge den kollektiven Körper beeinflusst. Das Projekt bezieht sich auf das Gedicht Bani Adam des persischen Dichters Saadi Shirazi aus dem 13. Jahrhundert, das die Menschheit als einen einzigen Körper begreift – leidet ein Teil, leiden alle. Verkörperte Bewegung, bildende Kunst und Literatur verbinden sich zu einer gelebten Erfahrung für öffentliche und halböffentliche Räume. Dabei wird gefragt, wie sich despotische Strukturen in unsere psychosomatischen Realitäten einschreiben – und wie Körper darauf reagieren, sich erinnern oder Widerstand leisten.
Konzept, Choreografie Sina Saberi
Tanz, Kollaboration Alexander Varekhine, Elise Luinaard, Maxime Jeannerat, Anca Huma
Medienkunst Mina Mohseni
Musik Ali Phi
Dramaturgische Unterstützung Guy Cools
Fotos Dieter Hartwig (im Rahmen einer Residenz an der Tanzfabrik Berlin, als Teil des Weltoffenen Berlin Fellowship Programms)
Daten / Reservation
- Dieser Anlass ist kostenlos
Studio 2
Tanzhaus Zürich
Wasserwerkstrasse 127a
8037 Zürich
- Dauer: 30m
- Persisch und Englisch
- Rollstuhlgängig
Inhaltshinweis
Dieses Sharing enthält visuelle Darstellungen von Monstern. Bestimmte Themen, visuelle Elemente sowie die Musik können für manche Personen belastend oder triggernd wirken und sind möglicherweise nicht geeignet für Kinder unter sieben Jahren.