Der in Jerusalem geborene Hanna Tams ist ein palästinensischer Choreograf, Tänzer und Lehrer, der an die Kraft der Bewegung als Katalysator für gesellschaftliche Veränderungen glaubt. Hanna begann im Alter von 10 Jahren zu tanzen und wuchs damit auf, die Bewegungen seiner älteren Schwester im Ballettunterricht zu imitieren. Im Jahr 2006 folgte er einem Aufruf, einer modernen Dabkeh-Gruppe in Jerusalem beizutreten, und machte ohne jegliche formale Ausbildung seinen ersten Schritt in die professionelle Tanzwelt. Aufbauend auf seinen Erfahrungen vor Ort vertiefte er sein Tanzwissen durch die Teilnahme an verschiedenen internationalen Fortbildungsprogrammen und Intensivtrainings, unter anderem in London, Paris, Barcelona, Austin, Saint Paul und New York. Im Jahr 2012 gründete Hanna die Tanzcompanie Douban in Jerusalem, die Tänzer:innen eine professionelle Ausbildung, Auftrittsmöglichkeiten und die Zusammenarbeit mit internationalen Künstler:innen bietet. Neben seinem Engagement für die Professionalisierung der Tanzszene setzt er sich für heikle soziale Themen ein. Für seine Arbeit wurde er 2017 mit dem US Emerging Young Leader Award ausgezeichnet. Ausserdem gewann er drei Jahre in Folge den ersten Preis als bester Choreograf beim Pal Folklore Wettbewerb. 2019 schloss Hanna einen Masterstudiengang in Choreografie an der Liverpool John Moore University ab. In seinem Bestreben, die Infrastruktur der palästinensischen Gesellschaft durch Kunst zu verbessern, gründete er 2020 die Douban Dance School, die erste ihrer Art in Jerusalem. Als Performance-Macher hat Hanna bis heute mehr als 15 Produktionen choreografiert. Er arbeitet kontinuierlich daran, seinen eigenen authentischen Stil zu entwickeln, indem er verschiedene Tanzstile miteinander verschmilzt und eine einheitliche und zugängliche Bewegungssprache entwickelt.
Einblicke in Dabkeh
Hanna Tams
Volkstanz ist ein wirkungsvolles Mittel, um Menschen zusammenzubringen, und das kulturelle Erbe ist nicht nur eine grosse Inspirationsquelle, sondern auch ein Grundpfeiler für die nachhaltige Entwicklung der künstlerischen Praxis.
Dieser zweistündige Workshop bietet Tänzer:innen aller Art und jeden Niveaus die einzigartige Gelegenheit, in die Kultur, die Tanzschritte und die Musikalität des traditionellen palästinensischen Dabkeh einzutauchen. Der traditionelle Volkstanz zeichnet sich durch Sprünge und Fussstampfen in verschiedenen Rhythmen aus, die in Linien- oder Kreisformationen ausgeführt werden. Neben der Tanzpraxis selbst erhalten die Teilnehmer:innen Einblicke in die Geschichte, Bedeutung und soziale Relevanz dieser Kunstform.
Der Dabkeh, der als Tanz des palästinensischen Widerstands bezeichnet wird, ist ein Tanz der Freude, des Lebens und der Freiheit. Er ist inspiriert vom Leben der einfachen Menschen, die in der Region des heutigen Syriens, Jordaniens, Libanons und Palästinas lebten und leben. In den letzten Jahren erlebte der Dabkeh in zeitgenössischen Tanzkreisen eine neue Blütezeit. Die belgischen Choreografen Koen Augustijnen, Rosalba Torres Guerrero (les ballets C de la B) und Hildegard De Vuyst (KVS) widmeten diesem Tanz die Kreation Badke und Sascha Walz organisierte die Community Dabkeh in Berlin.
- Studio 2
Tanzhaus Zürich
Wasserwerkstrasse 127a
8037 Zürich - Rollstuhlgängig
GZ Schindlergut
Tramhaltestelle Triemli
Hardplatz
Online-Veranstaltung
Die mit "Online Veranstaltung" gekennzeichneten Daten finden ausschliesslich via Stream im Netz und nicht vor Ort statt.
Wipkingerpark
Festivalgelände Zürcher Theater Spektakel / Saffainsel
Museum des Menschen
Universität Zürich
Tanzhaus Zürich
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- Rollstuhlgängig
- Englisch
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- Für Bewegungsinteressierte jeder Art und jedes Niveaus (Profis und Nicht-Profis).
- Wir empfehlen, für diesen Workshop Schuhe zu tragen. Bitte Turnschuhe für drinnen mitbringen.
Foto ©Mirjam Sutter