Resident:innen 26/27
Donya Speaks ist Tänzerin und Theatermacherin aus Bern und Tunis. In ihrer künstlerischen Praxis schafft Donya Speaks einen lebendigen Dialog zwischen Sprache und Körper und deren Verschränkung. In Bis zum Ende des Regens widmete sich Donya Speaks der arabischen Poesie ihres Onkels sowie der Bewegungsfreiheit zwischen Nordafrika und Europa. In POETIK P entwickelte Donya Speaks gemeinsam mit Künstler:innen aus der Schweiz, Ruanda und dem Kongo ein Gespräch über Sexualität(en) und die fortwirkende Sexualisierung ihrer Körper. Durch ihre interdisziplinären und internationalen Kollaborationen schafft Donya Speaks bewusst Perspektivenvielfalt und stellt eurozentrische Deutungshoheiten infrage. Ein zentrales Anliegen ihrer Arbeit ist die Schaffung enthierarchisierter Bühnenräume, in denen kollektive Verantwortung verhandelt wird. Fête Finale ist ihr erstes Soloprojekt. Darin vertieft Donya Speaks ihr Interesse an der performativen Rolle des «Hosts», die einerseits moderiert und andererseits den eigenen Körper als Instrument einsetzt, um die Themen zu verhandeln. Mit diesem Projekt fordert sich Donya Speaks selbst heraus und thematisiert den Tod – eine Realität, für die uns oft die Sprache fehlt. Donya Speaks studierte an der Accademia Dimitri, der Justus-Liebig-Universität Giessen und der Zürcher Hochschule der Künste.
© Manu