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Anna Huber

unsichtbarst

sehen und gesehen werden
wer schaut wem zu
zeigen /darstellen /verstecken
ausgestellt sein
formen verformen
Spiegelbilder
Wunschträume / Alpträume / Sichträume

Das Solo "unsichtbarst" untersucht die Situation des Darstellens und Zuschauens. Sehen und gesehen werden. Wer schaut wem zu?

Ausgestellt auf einem spiegelnden Boden und von allen Seiten ständig beobachtet, wird der tanzende Körper zu einer lebenden Skulptur, die sich transformiert, sich immer wieder selbst in Frage stellt, sich immer wieder neu definieren muss und sich immer wieder verliert. Kann sich die Form auflösen? Wie viel Kontrolle brauchen wir, um uns nicht selbst zu verlieren?

Die fliessenden Grenzen zwischen Privatmensch, Person in der Öffentlichkeit, Bühnenpersönlichkeit und Kunstfigur werden Schicht um Schicht sichtbar gemacht. Wie viel zeigt ein Mensch von sich selbst? Wie ungeschützt, wie verletzlich kann man sich zeigen? Verschiedensten Erwartungen ausgesetzt, bauen wir Fassaden auf, spielen Rollen, verstecken uns hinter Masken, lassen sie wieder abblättern. Wir brauchen scheinbar diesen Schutz und gleichzeitig gibt es den Wunsch, die Masken fallen zu lassen, die Fassaden zu durchbrechen. Was befindet sich unter der glatten Oberfläche? Was bleibt hinter dem Bild, das wir anderen und uns selbst vorspiegeln?

In Zusammenarbeit mit Dampfzentrale Bern, Theater am Halleschen Ufer Berlin, Tanzfabrik Berlin, Hebbel-Theater Berlin, Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart Berlin. Die annahuber.compagnie wird unterstützt von Kultur Stadt Bern, Amt für Kultur des Kantons Bern, Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung.

Die Uraufführung fand am 21.5.1998 in der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart, Berlin, statt.

Anna Huber (Biografie)
Konzept/Choreografie/Tanz: Anna Huber
Raum/Licht: Thilo Reuther
Musik: Wolfgang Bley-Borkowski
Kostüme: Inge Zysk

Über Anna Huber

Nach ihrer Tanzausbildung in Zürich arbeitet Anna Huber mit verschiedenen Choreografen, u.a. mit Jo Fabian und Helena Waldmann. Seit 1989 lebt und arbeitet sie in Berlin. Seit 2007 ist sie Artist in Residence an der Dampfzentrale Bern. Während ihres Engagements am
Staatstheater Cottbus beginnt Anna Huber 1993 ihre eigene choreografische Recherche.

In Berlin entstehen seit 1995 die Soli "in zwischen räumen", "brief letters" (1996), "unsichtbarst" (1998), das Gruppenstück "die anderen und die gleichen" (1999), das Duo "l'autre et moi" mit Lin Yuan Shang (1999), "Stück mit Flügel" mit der Pianistin Susanne Huber (2001) und das Duett "two,too" mit der tschechischen Tänzerchoreografin Kristyna Lhotáková (2001).

Seit 2002 entwickelt sie mit dem Perkussionisten Fritz Hauser die architekturspezifischen Performances "umwege". 2004 choreografiert
sie "wolkenstück" am luzernertheater für 5 Tänzer und 2 Musiker sowie das Solo "hierundoderhierundoderhierundoderdort". 2005 erarbeitet sie das Trio "trois de pas" am Theater St. Gallen. 2006 entwickelt sie gemeinsam mit Fritz Hauser das Duo "handundfuss".

Mit ihren Stücken tourt Anna Huber international. 1998 erklären sie die Kritiker zur bemerkenswertesten Nachwuchschoreografin. 2001 erhält sie den Ellys Gregor-Förderpreis der Mary Wigman-Gesellschaft, Köln. 2002 wird ihr mit dem Hans Reinhart-Ring die höchste Theaterauszeichnung der Schweiz verliehen und ihre Arbeit mit dem 1. Schweizer Tanz- und Choreografiepreis 2002 (Kritikerpreis)
ausgezeichnet. 2005 ermöglicht ihr ein Atelierstipendium der Zuger Kulturstiftung Landis & Gyr einen halbjährigen Londonaufenthalt.

Seit 2007 wird Anna Huber im Rahmen eines 3-jährigen Kooperationsvertrags von Kultur Stadt Bern, Amt für Kultur des Kantons Bern und
Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung unterstützt.

www.annahuber.net

 

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